Was ist ein Passivhaus?

Innenansicht Passivhaus Darmstadt/Kranichstein, Deutschland

Foto: Pfäffinger

Der Begriff „Passivhaus“ bezeichnet einen Baustandard. Dieser ist mit verschiedenen Bauweisen, -formen und -materialien zu erreichen. Er ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehaus-(NEH-)Standards. Der Begriff „Passivhaus“ kennzeichnet ein Gebäude, in dem ein behagliches Innenklima im Sommer wie im Winter ohne ein herkömmliches Heizsystem gewährleistet werden kann. Dies setzt vor allem voraus, daß der Jahresheizwärmebedarf nicht über 15 kWh/(m²a) liegt. Der noch erforderliche Restwärmebedarf kann dann durch eine Erwärmung der Zuluft über das ohnehin vorhandene Lüftungssystem erfolgen. Passivhäuser brauchen etwa 80% weniger Heizenergie als Neubauten nach der deutschen Wärmeschutzverordnung 1995. Der Name „Passivhaus“ leitet sich daher ab, daß im wesentlichen die „passive“ Nutzung der vorhandenen Wärme aus der Sonneneinstrahlung durch die Fenster sowie der Wärmeabgabe von Geräten und Bewohnern ausreicht, um das Gebäude während der Heizzeit auf angenehmen Innentemperaturen zu halten. In einem Passivhaus soll gleichzeitig auch der sonstige Energiebedarf, insbesondere der Strombedarf für Hausgeräte u. ä., durch Einsatz effizienter Technik minimiert werden. Ziel des CEPHEUS-Projekts ist es, daß der gesamte Endenergiebedarf für Heizung, Warmwasser und Hausgeräte 42 kWh/(m²a) nicht überschreitet. Dies liegt mindestens um den Faktor 4 niedriger, als die spezifischen Verbrauchswerte von Neubauten nach den jeweils geltenden Vorschriften in Europa.

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